Ich bin ein Wanderer zwischen den Welten. Einerseits im wahrsten Sinne des Wortes, wobei es grundsätzlich nur jene eine Welt gibt, welche uns Menschen von der atheistischen Natur anvertraut wurde, dementsprechend müsste ich also ein Wanderer zwischen, oder besser gesagt, in dieser gottlosen Welt sein. Andererseits stehe ich als Betreiber eines Weblogs mit dem bezeichnenden Namen Bio Natur: Ein Blog spuckt grünes Gift und grüne Galle immer wieder vor der Entscheidung, mich durch meine vielen Reisen gegen die Natur und für diese eine Welt zu entscheiden, sozusagen dem Teufel Tourismus meine schwarze mit leisen grünen Untertönen angehauchte Wanderseele zu verkaufen.
Wie also diesem Dilemma entgehen? Meiner Verpflichtung nach aktivem Schutz und Erhalt der Natur nachkommen, ohne aber gleichzeitig meine Neugierde für fremde Kultur und unbekannte Länder vernachlässigen.
Ich kann es drehen und wenden, in welche Richtung ich auch immer möchte, ich komme im wahrsten Sinne auf keinen grünen Zweig. Zumindest benutze ich kein Auto, sondern fahre brav mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Unseren kleinen Garten versuche ich mit möglichst vielen insektenfreundlichen und nektarspendenden Pflanzen zu bestücken. Energiesparlampen haben sich ihren Lebensraum in unserer Wohnung erobert. Ich versuche, mich für sinnvolle Naturschutzprojekte stark zu machen, sowohl in finanzieller Hinsicht als auch durch eigene unterstützende Berichterstattung für die Umweltschutzorganisationen.
Und trotzdem: Ein schaler Beigeschmack bleibt immer!